Kantonaler Chorverband Schaffhausen


Direkt zum Seiteninhalt

Sehenswürdigkeiten

Unser Kanton

Der Munot vom Rhein her gesehen

Kurzfassung der Munot-Geschichte

Nach dem Beitritt Schaffhausens zur Eidgenossenschaft 1501, und erst recht nach der Reformation 1529, bestand der Wunsch, die Stadtbefestigung zu verstärken. Nach jahrelangem Planen beschlossen die Räte am 6. November 1563 den Bau der neuen Artilleriefestung. Von 1564 bis 1589 wurde am Munot gebaut, teilweise auch in Fronarbeit. Als Artilleriefestung war der Munot ein Teil der Stadtbefestigung. Die am Bau verwendeten Elemente wie Caponnièren, Kasematte mit Lichtschächten und Geschütznischen mit Rauchabzügen, entsprachen dem damaligen, eher schon veralteten Stand der Wehrtechnik.Einiges am Munot deutet darauf hin, dass es den Schaffhausern nicht nur um die Befestigung der Stadt, sondern auch darum ging, ein eindrückliches, repräsentatives Bauwerk zu schaffen. Bald nach der Fertigstellung kamen Zweifel auf, ob der Munot der immer leistungsfähigeren Artillerie standhalten könnte. Und nur einmal wurde der Munot militärisch besetzt: 1799 verschanzten sich die Franzosen auf dem Rückweg vor den Österreichern auf dem Munot. Sie ergriffen dann aber nach kurzem Scharmützel die Flucht über den Rhein. Dabei wurde die berühmte Grubenmannsche Holzbrücke in Brand gesetzt.

Das weltbekannte Munotglöcklein

Liedtext "Munotglöcklein" getextet 1911 von Dr. Ferdinand Buomberger.

Auf des Munots altem Turme
schau hinaus ich in die Nacht,
über Dächer, über Giebel,
einsam halte ich die Wacht.
Leise rauscht des Rheines Welle,
leise rauscht des Kohlfirsts Wald,
doch im Herzen pocht und hämmert
meiner Liebe Allgewalt.

Refrain:Klinge Munotglöckelein,
grüsse mir die Liebste mein,
klinge Munotglöckelein,klinge bimbam bum.

Auf des Munots weiter Zinne
sah ich sie zum letzten Mal,
wie sie scherzend, kosend tanzte
auf dem grossen Munotball.
Auf dem Turme musst ich wachen,
Gott, wie ist die Welt Betrug!
Ach man küsste mir mein Liebchen,
während ich die Stunde schlug.

Refrain: Klinge...

Als ich sah das frech Gebaren
zog ich wütend an dem Strang,
und ich schlug so fest die Stunde,
dass die kleine Glocke sprang.
Seither sind des Glöckleins Klänge
so von stillem Weh erfüllt,
dass den Menschen selbst im Städtchen
Trän`um Trän`dem Aug entquillt.

Refrain: Klinge...

So musst auch mein Liebchen hören
dieses Treubruchs harten Klang,
mög er allen falschen Mädchen
klingen in den Ohren bang.
Doch dir Glöcklein will ichs sagen,
aber schweige wie das Grab,
ich gesteh, dass ich das Mädchen
seither fast noch lieber hab.

Refrain: Klinge...

• Aufschrift: Aus dem Feur bin ich geflossen, Hans Frei zu Kempten hat mich gegossen. Wechter mirckh auf mit gancem Fleis, umw die nende stund zu nacht soldt du mich leiden.

Der Rheinfall

Alter des Rheinfalls
Der Rheinfall entstand vor 17 000 bis
ca. 14 000 Jahren während der letzten Eiszeit

Merkmale
Kalksteinfelsen gliedern den Rheinfall in den Zürcher-, den Schaffhauser- und den sogenannten Mühlefall. Der mittlere Felsen bildet die Grenze zwischen den beiden Kantonen Zürich (linkes Ufer) und Schaffhausen. Der Rheinfall gehört zu den Wasserfällen, die sich durch Abtragungen am wenigsten verändern.
Die älteste Darstellung
Ein Holzschnitt aus der 1544 in Basel erschienenen «Cosmographia universalis» von Sebastian Münster zeigt die bisher älteste bekannte Darstellung (Bild rechts)
Breite des Falles
150 m
Höhe des Falles
25 m
Abflussmenge
Die durchschnittliche Abflussmenge beträgt 750 Kubikmeter pro Sekunde. Die maximale Abflussmenge wurde im Jahr 1965 mit 1250 Kubikmeter Wasser pro Sekunde gemessen. Die niedrigste Abflussmenge im Jahr 1921 mit nur 95 Kubikmetern pro Sekunde

WeiterPlayZurück

Letzte Aktualisierung: 04.04.2008


copyright by kcv sh | admin@shkcv.ch

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü